Hallo zusammen.
Als Fahrlehrer, Fahrschullehrer und Instruktor für Fahrsicherheitstrainings der zweiten Führerschein-Ausbildungsphase maße ich mir an, die Veranstaltung "Fit 2 Ride" aus fachlich versierter Sicht zu rezensieren.
Vorweg: Sowohl aus rechtlichen, technischen wie auch personellen Gründen ist dieses Training in keinerlei Form dazu geeignet, ein Fahrsicherheitstraining der zweiten Ausbildungsphase nach dem Führerscheingesetz zu sein, und wird dies auch nicht werden. Gut so. Diese Veranstaltung ist eine Ergänzung.
"Fit 2 Ride" richtet sich an Motorradfahrer, die nach der Winterpause zu Recht feststellen, daß das Fahrkönnen ein wenig eingerostet ist und neu geschmiert werden muß, wie aber auch an jene, die ihr Fahrkönnen schlicht verbessern wollen. Die Fahrübungen, die es hier zu trainieren gilt, werden von Fachkräften, die wissen, was sie tun, zusammengestellt. Jedes der hier trainierten Manöver wird den Bikern im Straßenverkehr mit Sicherheit wieder begegnen.
Die engagierten Berufs-Motorradfahrer, die als Trainer und Instruktoren agieren, verstehen es, mittels geschulten Auges und pädagogischen Einfühlungsvermögens, Unsicherheiten und Schwächen zu erkennen. Jeder einzelne Teilnehmer profitiert davon, genau diejenigen Tips und Hinweise zu hören, die er individuell braucht, um ebendiese Unsicherheiten und Schwächen bei der Bedienung seines Motorrades ausmerzen zu lernen - und dies völlig unabhängig von der Bauart des Motorrades, das gelenkt wird.
Hier wird Sicherheit im Straßenverkehr gelebt. Hier werden Unfälle, in die auch Motorradfahrer verwickelt sind, verhindert. Mit exakt dieser Definition werden meines Wissens auch die "allseits beliebten" Radarkontrollen 10 Meter entfernt von einer Ortstafel gerechtfertigt. Die Radarkontrollen stehen im Dienstrecht und sind beauftragt, "Fit 2 Ride" nicht. Der mündige und intelligente Verkehrsteilnehmer mache sich seine eigenen Gedanken dazu.
Im Übrigen sollte nicht vergessen werden: Unsere FREUNDE und HELFER opfern ihre spärliche Freizeit, um aus Spaß an der Freud uns Bikern an Erfahrungen teilhaben zulassen, die Berufs-Motorradfahrer machen MÜSSEN, wir Hobbyfahrer aber besser nicht durch eigenes Erleben machen WOLLEN.
Diese Männer machen hier Öffentlichkeitsarbeit, die sich kein Dienstgeber in dieser Form kaufen könnte, in höherer Qualtiät nicht wünschen könnte und mit mehr Begeisterung seiner Mitarbeiter NIRGENDS kriegen würde.
Ich wünsche mir, daß die Vorgesetzten unserer Freunde und Helfer diesen Beitrag zu lesen bekommen und erkennen, daß jeder Vorgesetzte, der diese Initiative nicht aus vollem Herzen zu unterstützen bereit wäre, mangels beruflicher Voraussicht und Marketing- wie Managementsqualitäten wohl beim Aufschreiben von Falschparkern besser aufgehoben wäre.
Ich bedanke mich vor allem bei jenen, die für das leibliche Wohl gesorgt haben, bedanke mich bei unseren Instruktoren für einen interessanten, für mich LEHRREICHEN Tag. Danke Jungs, für Eure wertvolle Zeit, die Ihr bereit wart, (auch) mir de facto untentgeltlich zu widmen. Ihr habt Euch 10 von 5 Sternen verdient! ✩✩✩✩✩ ✩✩✩✩✩
Mir hat dieser Tag sehr viel gebracht. Und jetzt gehe ich meinen Muskelkater pflegen. 😃
Greetz & cu on the road - Kai
Kai Wallmann
schrieb am 7. Mai 2023
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